Gemäß den Informationen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) haben Fremde die Website Mapleinv.com und WhatsApp-Gruppen für Investoren übernommen. Es wird behauptet, dass die Gruppen von Professor Richard Dennis und seiner Assistentin Katharina Weber verwaltet werden. Aktuellen Erkenntnissen zufolge besteht jedoch keine Verbindung zu der Ahorngesellschaft Capital Group, die hauptsächlich mit dem Händler Richard Dennis in Verbindung gebracht wird. Es handelt sich um Identitätsdiebstahl. Auch die Behauptung, dass das Unternehmen von der Bafin beaufsichtigt wird, ist falsch.
Potentielle Mitglieder für WhatsApp-Gruppen (u.a. «I2 Maple Capital – 2. Immobilienseminar», «109 Maple Leaf Business School») erhalten dort Investitionsempfehlungen zum Kauf von Aktien. Zu diesem Zweck eröffnen die Mitglieder ein Konto in der Maplevip-Anwendung.
Zuletzt sollten die Mitglieder der WhatsApp-Gruppen ihr Geschäftskapital auf ein sogenanntes institutionelles Konto für gemeinsame Investitionen übertragen.
Der folgende typische Ablauf der Geschäftsinitiierung wurde aus ähnlichen Fällen bekannt:
- Werbeanzeigen werden in sozialen Netzwerken geschaltet, in denen beispielsweise kostenlose Aktienempfehlungen oder Handelskenntnisse angeboten werden. Diese werden mit bekannten Wirtschaftsexperten und autorisierten Institutionen beworben. Interessierte Investoren werden aufgefordert, den WhatsApp-Messenger mit den Erstellern der Anzeigen zu kontaktieren und einer WhatsApp-Gruppe beizutreten.
- In den WhatsApp-Gruppen tritt häufig ein vermeintlicher Wirtschaftsexperte auf, der Unterstützung und Wissen zu finanziellen Fragen bietet. In Seminaren oder Lektionen werden Informationen zu lukrativen Investitionsmodellen geteilt und Empfehlungen zum Kauf bestimmter Aktien gegeben.
- Die Gruppen versuchen, über mehrere Wochen Vertrauen aufzubauen. In zusätzlichen Kursen wird oft ein innovatives Finanzinvestitionssystem präsentiert, das erhebliche Gewinne verspricht. In einigen Fällen wird ein separates Krypto-Token angekündigt, das im Voraus erworben werden kann.
- Gruppenmitglieder werden durch Marketingkampagnen täglich aufgefordert, Aktionen zu überprüfen und an Wettbewerben teilzunehmen, um Krypto oder echte Vermögenswerte zu gewinnen.
- Interessierte Investoren werden dazu aufgefordert, sich an einer Online-Handelsbörse anzumelden, um mit den von der WhatsApp-Gruppe empfohlenen Finanzprodukten zu handeln. Der Zugang zu diesen Handelsplattformen ist normalerweise begrenzt.
- In einigen Fällen wird die Verwendung einer Test-Online-Handels- oder Werbe-App spezifiziert. Die Gruppeninitiatoren bieten manchmal finanzielle Ressourcen an. Erstzahlungen in geringer Höhe sind möglicherweise erforderlich, um Vertrauen aufzubauen.
- Zahlungen erfolgen in der Regel über ein ausländisches Konto oder Kryptowährungen.
- Im weiteren Verlauf wird der Druck auf die Anleger erhöht, zusätzliche Einzahlungen zu tätigen. Auszahlungen erfolgen unter besonderen Bedingungen oder sind nicht mehr möglich.
- Die Zugänglichkeit von Websites, über die die Handelsplattform aufgerufen werden kann, ändert sich häufig.
Unternehmen, die in Deutschland Finanzdienstleistungen oder Kryptowertdienste anbieten, bedürfen einer Genehmigung der Bafin. Einige Unternehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch ohne die erforderliche Genehmigung an. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der Bafin genehmigt ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.
Die Informationen über die Bafin basieren auf § 37 Absatz 4 des Kreditgesetzes und § 10 Absatz 7 des Gesetzes über die Überwachung von Kryptowerten.
Das sollten Sie wissen!
Die Bafin, das Bundeskriminalamt und das staatliche Kriminalpolizeibüro raten Verbrauchern dringend, Internetinvestitionen äußerst sorgfältig zu prüfen und im Voraus zu recherchieren, um Betrugsversuche frühzeitig zu erkennen.
Lesen Sie im Abschnitt «Finanzbetrug erkennen» aktuelle Warnungen der Bafin vor nicht autorisierten Unternehmen und erfahren Sie, wie Sie sich vor weiteren Betrugsversuchen schützen können.
