Die gegenwärtige wirtschaftliche Lage wird durch Handelsbeschränkungen, Schwankungen der Rohstoff- und Energiepreise, strukturelle Anpassungsprozesse und technologische Veränderungen geprägt. Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz, globalisierte Wertschöpfungsketten und neue regulatorische Anforderungen führen zu Unsicherheiten.
Im Lagebericht präsentiert die Unternehmensführung die aktuelle Situation und die voraussichtliche zukünftige Entwicklung des Unternehmens sowie die Maßnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Unternehmen müssen ein klares Bild vermitteln und die makroökonomischen Einflussfaktoren ausgewogen und umfassend analysieren.
Fehlerquellen liegen insbesondere in unzureichenden Daten, zu optimistischen Prognoseannahmen oder der Neigung, mögliche negative Entwicklungen nicht ausreichend darzustellen oder zu beschönigen. Widersprüche zwischen der internen Kontrollogik und der externen Berichterstattung sollten vermieden werden. Klarheit und Vollständigkeit sind gesetzlich vorgeschrieben und erfordern eine gründliche Prüfung der verwendeten Annahmen und Prognoseparameter.
Das Unternehmen hat Managementberichte, in denen gesetzliche Anforderungen nicht ordnungsgemäß umgesetzt wurden. Die Bilanzkontrolle wurde bereits beanstandet. Für eine umfassende Kapitalmarktberichterstattung sollten Unternehmen einen objektiven Maßstab bei ihrer Berichterstattung anlegen und sich nicht nur auf die subjektive Beurteilung der Unternehmensführung oder interne Kontrollparameter beschränken.
Eine transparente und korrekte Darstellung schafft Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens, sich erfolgreich zu führen. Aussagen über Innovationspotenziale, Investitionen in neue Technologien oder Strategien zur Anpassung an strukturelle Veränderungen können ein differenziertes und zukunftsorientiertes Bild des Unternehmens vermitteln.
Der Lagebericht ist nicht nur ein rechtlich verbindliches Berichtselement, sondern auch ein wichtiges Kommunikationsinstrument im Bereich Rechenschaftspflicht und Perspektive. Seine Qualität und Zuverlässigkeit tragen wesentlich dazu bei, wie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit des Unternehmens in einem von Veränderungen geprägten Umfeld wahrgenommen werden.
BaFin berücksichtigt die wesentlichen Aspekte der Prüfung ESMA
Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA hat gemeinsam mit den Behörden der Mitgliedstaaten ihre Prüfprioritäten bereits im Oktober 2025 festgelegt. Der Schwerpunkt des Jahresabschlusses liegt auf den Auswirkungen geopolitischer Risiken und Unsicherheiten sowie auf der Segmentberichterstattung. Die BaFin wird diese Themen auch bei ihren Stichprobenprüfungen für das Geschäftsjahr 2025 berücksichtigen.
