Es gilt das gesprochene Wort.
Der Mathematiker Benoît Mandelbrot behauptete, dass die Küstenlinie Großbritanniens „unendlich“ lang sei, da sie immer verschlungener und länger wird, je näher man heranzoomt.
Um dieses Paradoxon zu erklären, entwickelte Mandelbrot die Fraktaltheorie.
Ein Fraktal ist auch das Titelmotiv unseres diesjährigen Risikoberichts, was für mich als Mathematiker ein passendes Bild ist.
Herzlich willkommen zur Pressekonferenz „Risiken im Fokus“, bei der wir die Risiken präsentieren, die aus unserer Sicht die Stabilität des deutschen Finanzsystems am meisten gefährden könnten.
Mandelbrot untersuchte die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte mithilfe der fraktalen Geometrie und betonte die Notwendigkeit eines besseren Risikomanagements, um Extremszenarien zu berücksichtigen.
In diesem Jahr werden sechs Finanzmarktrisiken sowie drei Trends, darunter Digitalisierung, Nachhaltigkeit und geopolitische Umbrüche, beleuchtet. Zudem werden erstmals drei Verbraucherrisiken im Bericht behandelt.
Wir in der Finanzaufsicht legen Wert darauf, dass Risiken intensiv angegangen werden, um die Finanzstabilität zu gewährleisten.
Die Bewertungen an den Finanzmärkten steigen auf Rekordniveau, doch die Finanzstabilität muss möglicherweise einem Härtetest standhalten, da das Potential für plötzliche Markt- und Preiskorrekturen hoch ist.
Es gibt positive Faktoren wie solide kapitalisierte Banken und Versicherer, doch die Unsicherheit an den Finanzmärkten bleibt bestehen aufgrund exogener Risikotreiber wie internationalen Konflikten und dem Klimawandel.
Die deutsche Wirtschaft steht unter Druck, was zu steigenden Unternehmensinsolvenzen und notleidenden Krediten führt. Die Überwachung der Kreditrisiken von Banken und Versicherern wird verstärkt, ebenso wie die Analyse der Auswirkungen von Konjunktureinbrüchen und geopolitischen Spannungen auf Unternehmenskredite.
Es ist wichtig, auch die Schattenbanken wie Private-Debt-Fonds im Blick zu behalten, da sie an Bedeutung gewinnen und mit dem traditionellen Finanzsystem verbunden sind.
Die Risiken für die Stabilität des Finanzsystems können sowohl national als auch international entstehen, weshalb eine umfassende Überwachung und Analyse unerlässlich ist.
Es bedarf keines deutschen Private-Debt-Fonds in Schwierigkeiten, um das deutsche Finanzsystem zu destabilisieren.
Finanzunternehmen hierzulande sind mit ausländischen Private-Debt-Vehikeln verknüpft, die Kapital erhalten, um ihre Investitionen zu steigern. Sogar Versicherer können Anteile an Private-Debt-Fonds erwerben oder Forderungen gegenüber Unternehmen haben, die von Private-Debt-Anbietern Geld erhalten haben.
Die Verflechtungen zwischen der traditionellen Finanzbranche und Private-Debt-Fonds sind vielschichtig und bergen Gefahren außerhalb des regulierten Bankensektors.
Die steigende Zahl überschuldeter Verbraucher in Deutschland stellt ein direktes Risiko dar, insbesondere durch Konsumentenkredite und das Geschäft mit «Buy now pay later».
Die Digitalisierung bringt auch neue Risiken mit sich, besonders im Stablecoin-Markt, der anfällig für Vertrauenskrisen und Finanzkriminalität ist.
Der Krypto-Markt zieht viele Kleinanleger an, birgt aber auch hohe Spekulationsrisiken und -verluste.
Die Rolle von Finfluencern in den sozialen Medien bei der Verbreitung von Finanzinformationen und -produkten sollte kritisch hinterfragt werden.
Die Finanzaufsicht warnt vor dubiosen Krypto-Angeboten und überprüft die Einhaltung von Vorschriften durch Finfluencer.
Es ist wichtig, dass Verbraucher über die Risiken von Krypto-Investitionen informiert sind und sich bewusst sind, dass viele dieser Anlagen spekulativ und volatil sind.
Dies ist eine risikoorientierte und proportional strukturierte Herangehensweise an die Sicherheitsstandards eines Finanzunternehmens. Unsere «Risiken im Fokus» dienen als Instrument, um potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und zu analysieren, um die richtigen Prioritäten in unserer Arbeit zu setzen und eine angemessene Prävention zu gewährleisten.
Die Proportionalität und Risikoorientierung sind entscheidend für die Aufrechterhaltung eines stabilen und widerstandsfähigen Finanzsystems, dem die Menschen vertrauen können. Dabei spielen Sicherheitsstandards und Kontrollmechanismen eine entscheidende Rolle, um die Vielfalt der Risiken angemessen zu bewältigen.
Wie Benoît Mandelbrot in seinem Werk «The (Mis)Behaviour of Markets» betont, ist es wichtig, nicht nur für die häufig vorkommenden Risikosituationen zu planen, sondern auch für Extremszenarien vorbereitet zu sein. Nur so kann ein Finanzunternehmen langfristig erfolgreich agieren und auf unvorhergesehene Herausforderungen reagieren.
Unsere Aufsichtsarbeit zielt darauf ab, die Finanzinstitute zu einer risikobewussten Herangehensweise zu motivieren und ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilität im Finanzsystem zu gewährleisten. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Markt- als auch die Verbraucherrisiken, um eine ganzheitliche und integrierte Aufsicht sicherzustellen.
Es ist unsere Verantwortung, die Finanzstabilität zu schützen und das Vertrauen der Menschen in das Finanzsystem zu stärken. Durch eine konsequente Risikoorientierung und die Einhaltung angemessener Sicherheitsstandards können wir dazu beitragen, dass das Finanzsystem auch in unsicheren Zeiten stabil und widerstandsfähig bleibt.
Dies verringert das Risiko im Neugeschäft.
Wir werden die Kreditrisiken von Banken und Versicherern auch im Jahr 2026 weiterhin intensiv überwachen. Unsere Analyse bezieht sich darauf, welche Unternehmenskredite besonders anfällig für Konjunkturabschwünge oder geopolitische Spannungen sind. Wir prüfen auch, ob Kreditinstitute bei der Kreditvergabe an risikoreiche Branchen angemessen vorsichtig sind.
Es ist wichtig zu beachten, dass sich Unternehmen auch Fremdkapital über den Kapitalmarkt beschaffen. Die Bedeutung von Schattenbanken wie den Non-Bank Financial Intermediaries nimmt zu, da sie eng mit dem traditionellen Finanzsystem verbunden sind.
Ein Beispiel dafür sind Private-Debt-Fonds, die weltweit rund 2,5 Billionen US-Dollar verwalten. Obwohl dies im Vergleich zum globalen Finanzsystem noch gering ist, wächst der Private-Debt-Sektor stark, insbesondere zwischen 2023 und 2024 um etwa zehn Prozent.
In Deutschland spielt Private Debt derzeit noch eine geringe Rolle, aber die Risiken für die Stabilität können über die Grenzen hinaus entstehen. Die Verflechtungen zwischen deutschen Finanzunternehmen und ausländischen Private-Debt-Vehikeln können das deutsche Finanzsystem beeinflussen.
Es gibt auch Risiken außerhalb des regulierten Bankensektors, wie die Pleiten von First Brands und Tricolor in den USA im vergangenen Jahr gezeigt haben. Die Verflechtungen zwischen der traditionellen Finanzbranche und Private-Debt-Fonds erfordern eine genaue Aufsicht.
Kreditrisiken können auch Verbraucher direkt betreffen, insbesondere in Zeiten einer schwachen Konjunktur, die zu einer erhöhten Überschuldungsgefahr führen kann.
Die steigende Zahl überschuldeter Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland zeigt die Bedeutung der Finanzaufsicht. Die Zunahme von Konsumentenkrediten und die wachsende Beliebtheit von Buy-now-pay-later-Modellen können zu Überschuldung führen.
Die Digitalisierung birgt ebenfalls Risiken, insbesondere im Stablecoin-Markt. Die steigende Marktkapitalisierung dieser Token erhöht das Risiko von Vertrauensverlust und destabilisierenden Ereignissen.
Es ist wichtig, die Risiken im Krypto-Markt zu erkennen, insbesondere in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die hohe Volatilität und Sicherheitsrisiken machen Kryptowerte zu einer spekulativen Anlageform, die Verbraucher verstehen sollten, bevor sie investieren. Etwa die Hälfte der Verbraucher hat dann das empfohlene Produkt gekauft.
Einige Finfluencer liefern fundierte und seriöse Informationen, während es auch Scharlatane und Personen mit fragwürdigen Motiven gibt. Dieses Phänomen ist nicht neu in der Geschichte der Finanzmärkte – verlockende Angebote und leere Versprechen haben immer existiert. Heutzutage sind sie besonders häufig im Bereich der Kryptowährungen anzutreffen.
Als Aufsichtsbehörde informieren wir Verbraucher über die Risiken von Krypto-Investitionen. Bis 2025 haben wir etwa 100 Warnungen zu unseriösen Chat-Gruppen herausgegeben, und wir werden diese Bemühungen verstärken, um vor fragwürdigen Krypto-Angeboten zu warnen.
Auch Finfluencer müssen mit unserer Aufsicht rechnen. Direkt beaufsichtigen wir sie nicht, aber sie können unter aufsichtsrechtliche Vorgaben fallen, wenn sie Anlagebetrug begehen oder Empfehlungen für Anlagen aussprechen. Zudem unterliegen sie den Marktmissbrauchsregeln der MiCAR, die Marktmanipulation und Insiderhandel verbieten.
Unser Ziel als Aufsichtsbehörde ist es, nicht den Seegang zu kontrollieren, sondern sicherzustellen, dass die Schiffe seetüchtig sind und für die geplante Reise ausgerüstet sind. Je vielfältiger die Risiken eines Finanzunternehmens sind, desto höher sind die Sicherheitsstandards und desto dichter ist das Kontrollnetzwerk – das Prinzip der Proportionalität und Risikoorientierung.
Unsere «Risiken im Fokus» sind Teil unserer Ausrüstung, um frühzeitig Schwachstellen zu erkennen und zu analysieren. Dadurch können wir die richtigen Prioritäten setzen und für ein stabiles und belastbares Finanzsystem sorgen.
Ein Finanzsystem, dem die Menschen vertrauen können.
Benoît Mandelbrot erforschte die Unberechenbarkeit der Finanzmärkte mithilfe der Fraktalgeometrie. Er erkannte, dass extreme Risiken häufiger auftreten, als Modelle abbilden können, und forderte ein besseres Risikomanagement. Wir als Finanzaufsichtsbehörde möchten sicherstellen, dass die Finanzmärkte auf Extremszenarien vorbereitet sind und nicht nur auf historische Durchschnittswerte vertrauen.
In diesem Jahr richten wir unser Augenmerk auf sechs Finanzmarktrisiken und drei Trends, die den Finanzsektor prägen: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und geopolitische Umbrüche.
Erstmalig integrieren wir drei Verbraucherrisiken in unseren Bericht, um auf die Risiken hinzuweisen, die Verbraucher eingehen, wenn sie bestimmte Finanzentscheidungen treffen. Der kollektive Verbraucherschutz ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Aufsichtsarbeit, der ebenso wichtig ist wie die prudenzielle Aufsicht.
Die aktuellen Bewertungen an den Finanzmärkten erreichen Rekordhöhen, aber die Finanzstabilität muss möglicherweise einen Härtetest bestehen. Trotz einiger positiver Faktoren bleibt die Lage an den Finanzmärkten fragil und unsicher aufgrund verschiedener exogener Risikotreiber.
Insgesamt sind die Faktoren, die die Stabilität des Finanzsystems fördern, mit den bedrohenden Faktoren in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Es ist wichtig, dass wir uns dieser Herausforderungen bewusst sind und angemessen darauf reagieren, um ein stabiles und belastbares Finanzsystem zu gewährleisten. If market optimism, risk-taking in private markets, and the growth of lightly regulated vehicles continue in such an uncertain world, then things are bound to eventually explode.
Let’s take a closer look at two issues – from the perspective of the market and consumer protection.
Firstly, credit risks.
The German economy is under great pressure. After two years of recession and minimal growth of 0.1 percent in 2025, there is little indication of an economic boom this year.
In particular, US tariffs are hitting export-oriented companies hard. Structural factors exacerbate the situation. You know the issues: Energy costs – still high compared to international standards. The challenging demographics. Competition pressure from China – for example, in the automotive industry. The significant investment needed for a carbon-neutral economy and functioning infrastructure.
These challenging factors are also reflected in the number of business insolvencies. The number of requested insolvencies in Germany from January to October 2025 was 20,233. This is the highest value since 2014. Compared to the previous year, there was an increase of 10.9 percent; and compared to 2023, an increase of 37 percent.
We expect the proportion of non-performing loans at German banks to continue to rise. Both at major and less significant institutions.
In view of the increased risks, many credit institutions have tightened their lending standards and imposed surcharges. This reduces the risk from new business.
We will closely monitor the credit risks of banks and insurers in 2026 as well. We will analyze: Which corporate loans could be particularly affected by an economic downturn or geopolitical tensions? And we will examine whether credit institutions are looking very closely at lending to high-risk industries.
Of course, we also know that just focusing on traditional lending is not enough. Because companies raise debt capital on the capital market.
Shadow banks are becoming increasingly important: the Non-Bank Financial Intermediaries. They are closely interconnected – with each other and with the traditional financial system.
An example is Private Debt Funds. These funds manage assets of approximately $2.5 trillion globally.
Yes, this is still relatively small compared to the global financial system. But the Private Debt sector is growing rapidly. Between 2023 and 2024, it grew by about ten percent.
Private Debt does not yet play a significant role in Germany. The lending of German Private Debt funds accounts for only about 0.2 percent of the lending volume of German banks. However, looking only at Germany is not enough. Because risks to stability can arise beyond borders. A German Private Debt fund does not have to run into difficulties to shake the German financial system.
Financial companies in Germany are intertwined with foreign Private Debt vehicles. They provide them with capital, which the funds leverage for their investments. They – particularly insurers – can acquire stakes in Private Debt funds. Or have claims against companies that have also received funds from Private Debt providers.
Herein lies dangers outside the traditionally regulated banking sector.
You may still remember the bankruptcies of First Brands and Tricolor in the US last year. They led to significant write-downs in credit funds and direct losses for some major banks.
This is based on regulatory arbitrage, as recently stated by Jamie Dimon, CEO of a bank with enormously high growth rates in non-bank financing.
The interconnections between the traditional financial sector and Private Debt funds are diverse. We supervisors, and especially the ECB, must look very closely.
Credit risks can also directly affect consumers in Germany. Because a weak economy also means an increasing risk of over-indebtedness.
For the first time since 2018, the number of over-indebted consumers in Germany has risen again. According to Creditreform, in November 2025, it was around 5.7 million, which is 8 percent of the population over 18 years old.
Indebtedness or even over-indebtedness can have many causes. One of them: consumer loans that financially overwhelm. More and more people are buying consumer goods and services on credit.
Small loans, often under 200 euros, are at the heart of the Buy now pay later business. Concert tickets, the latest sneakers or headphones – pay later, not immediately, but on credit. Often online. With just a few clicks. Quickly. Conveniently.
The Buy now pay later business is growing. But Buy now pay later also means Buy now, owe now. For some, it is just a useful way to spread out payments over time. But for others, it puts them on the fast track to over-indebtedness.
In a representative BaFin survey last year, we took a closer look at this business. Our survey showed that due to the ease of use and low amounts, the option to pay later encourages impulse purchases on credit. The result: Some consumers lose track of their outstanding bills.
For small and short-term loans, the regulations for general consumer loans do not yet apply. As a result, payment service providers grant loans without checking creditworthiness.
This gap in consumer protection is expected to be closed in Germany by the end of 2026 with the revision of the Consumer Credit Directive. We will closely monitor whether Buy now pay later providers comply with the tightened regulations on creditworthiness assessment.
We also understand that we cannot prevent the risk of over-indebtedness with our supervisory work. What we can do, however, is provide clear and understandable information to strengthen financial literacy.
Let’s look at a second issue. The risks arising from digitalization.
First things first: At BaFin, we support innovations and new business models. We want a strong tech ecosystem. Technologically leading companies, cutting-edge research, and successful FinTechs. In Germany and Europe. Because they are the foundation for the future competitiveness of the financial sector.
But where there are opportunities, new risks also emerge.
They are evident in the Stablecoin market.
The market capitalization of these tokens increased from around $200 billion to over $300 billion during 2025.
You know: Stablecoins are tied to specific reference values. This is meant to achieve less price volatility than other crypto tokens. Those investing in Stablecoins must be able to rely on the stability promise of the providers.
But what happens if this trust diminishes? If the price of the Stablecoin deviates from its target value? If there is a prolonged De-Peg Event?
If investors were to mass-exit a Stablecoin, it would be similar to a bank run. The issuer of the Stablecoin would have to quickly liquidate its reserves, such as government bonds. The risk of Fire Sales, i.e., emergency sales under time pressure, would increase significantly. This disruption would not only affect the crypto market but also the traditional financial market. And who’s to say it would stop at just one Stablecoin?
Furthermore, we strongly oppose Multi-Issuance in Stablecoins. This is the practice of a Stablecoin being issued by multiple issuers in different jurisdictions. Increasing complexity raises risks, obscures responsibility, and makes the system more vulnerable to crises of trust.
Another risk to consider is the rapid and often anonymous nature of the crypto market. This makes these tokens attractive for money laundering and terrorism financing.
To be clear: the growing crypto market is a gateway for financial crime.
Cryptocurrencies are also popular among small investors. With just a few clicks, money can be invested in a cryptocurrency that is sometimes not fully understood. Driven by the fear of missing out.
This poses a central consumer risk.
Those investing in crypto should be aware that most offerings have no inherent value. There is no company behind them with a functioning business model and growth strategy.
In December 2025, Bitcoin and Ethereum were the cryptocurrencies with the highest market capitalization. Large fluctuations in value within days are not uncommon. This high volatility makes cryptocurrencies a highly speculative investment.
Consumers must also consider risks such as loss of access, phishing, and hacker attacks.
I am not here to forbid anyone from going to the casino. But one should be fully aware of what they are getting into when sitting down at the gambling table.
We have seen in one of our surveys that Financial Influencers on social media have a strong influence on how financial topics are perceived. More than half of investors aged 18 to 45 have received information from Finfluencers, and about half of them purchased the recommended product as a result.
Some Finfluencers provide well-founded and serious information. But there are also charlatans and people with questionable motives. This has always existed in the history of financial markets – enticing offers and empty promises. Nowadays, they are particularly prevalent in the crypto space.
As regulators, we educate consumers about the risks of crypto investments. In 2025, we issued around 100 warnings about untrustworthy chat groups. We will expand on this and continue to warn against dubious crypto offerings.
Financial Influencers must also be prepared to be held accountable by us. While we do not directly supervise them, they may fall under regulatory requirements if they commit investment fraud or make recommendations for investments. Additionally, they are subject to the market abuse rules of MiCAR, which include prohibitions on market manipulation and insider trading.
Ladies and gentlemen,
As regulators, we cannot control the sea, but we can ensure the seaworthiness of the ships and assess whether they are fit for the intended journey. The more diverse the risks faced by a financial institution, the higher the safety standards and the denser the control network: this is proportionality and risk orientation.
Our «Risks in Focus» are part of our equipment. They demonstrate to the market how we attempt to identify and analyze vulnerabilities early on, in order to prioritize effectively in our work.
This is prevention. This is risk-oriented supervision. It may not be spectacular and often goes unnoticed, but it can be crucial for a stable and resilient financial system.
A financial system that people can trust. Please rewrite this sentence.
QUELLEN
