Die Finanzaufsicht Bafin warnt vor WhatsApp-Gruppen wie Fliegen „VIP903-FLATEXDEGIRO“ und „D102FLATEXDEGIRO High-Class-Salon“, die von den Mitarbeitern von Flatexdegiro Ag betrieben werden. In diesen Gruppen tauschen Verbraucher Informationen über den Handel mit Finanzprodukten über die Anwendungen FTKDEFONDSINST und FLATEXMAXDEGIRO aus. Es besteht der Verdacht, dass unbekannte Betreiber unerlaubt Bank- und Finanzdienstleistungen anbieten. Flatexdegiro Ag hat jedoch keine Verbindung zu diesen WhatsApp-Gruppen und verkauft keine Finanzprodukte über diese Plattformen. Es handelt sich hierbei um Identitätsmissbrauch zum Schaden des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.
Aus ähnlichen Fällen ist bekannt, wie die Geschäftsanbahnung in betrügerischen WhatsApp-Gruppen abläuft. Werbeanzeigen werden in sozialen Netzwerken geschaltet, die zu kostenlosen Aktionsempfehlungen oder Informationshandel führen. Renommierte Wirtschaftsexperten und autorisierte Institute werden für die Werbung eingesetzt, um das Vertrauen der interessierten Anleger zu gewinnen. Diese werden dann aufgefordert, über den Messenger-Dienst WhatsApp mit den Erstellern der Anzeigen Kontakt aufzunehmen und einer WhatsApp-Gruppe beizutreten.
In diesen Gruppen geben vermeintliche Wirtschaftsexperten ihr Wissen zu Finanzthemen weiter und empfehlen bestimmte Anlagemodelle oder Aktienkäufe. Es wird versucht, über Wochen hinweg Vertrauen aufzubauen und innovative Finanzanlagesysteme vorzustellen. Oft wird ein eigener Krypto-Token vorgestellt, der vorab erworben werden kann. Im Rahmen von Marketingkampagnen werden Gruppenmitglieder zu täglichen Check-in-Aktionen und Gewinnspielen eingeladen, um Krypto- oder Sachwerte zu erhalten.
Es ist wichtig zu wissen, dass in Deutschland eine Genehmigung der Bafin erforderlich ist, um Wertpapierdienstleistungen oder Crypto Active Services anzubieten. Unternehmen, die solche Dienste ohne Genehmigung anbieten, handeln illegal. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der Bafin abgedeckt ist, finden sich in der Datenbank des Unternehmens.
Bafin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbrauchern dringend, äußerste Vorsicht walten zu lassen und gründliche Nachforschungen anzustellen, um betrügerische Machenschaften im Internet zu erkennen. In der Bafin-Verbraucherschutz-Podcast-Folge „Wach auf, Betrug“ erfahren Sie, wie Sie sich vor Finanzbetrug schützen können.
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