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Brücken bauen – Dialog in einer sich verändernden Welt Überprüfung bei Lieferung. Willkommen Meine Damen und Herren, Es ist mir eine große Ehre und ein Privileg, heute hier zu Ihnen zu sprechen. Seit unserem Treffen im letzten Jahr hat die Welt Entwicklungen erlebt, die ich in diesem Ausmaß nicht erwartet hätte. Wir alle sind uns der vielfältigen Herausforderungen bewusst, denen wir gegenüberstehen. Zunehmende Unsicherheit und tektonische Veränderungen haben die globale Landschaft verändert und wirken sich auf die Weltwirtschaft aus. Sowohl China als auch Deutschland stehen vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. China verzeichnet im Vergleich zu seinem historisch schnellen Wirtschaftsaufschwung ein moderates Wachstum, während sich Deutschland in einer Phase der Stagnation befindet. Angesichts dieser Entwicklungen möchte ich drei zentrale Themen hervorheben, die unsere Länder gemeinsam haben und die wir gemeinsam angehen könnten: – geopolitische und geoökonomische Dynamik, – die drängenden Folgen des Klimawandels, – und tiefgreifende demografische Veränderungen. Dabei handelt es sich nicht um isolierte Probleme – es handelt sich um globale Herausforderungen, die eine kollektive Antwort erfordern. Geopolitische Veränderungen – Resilienz durch Kooperation Das geopolitische Umfeld wird immer komplexer und herausfordernder. Unsicherheit ist zu einem prägenden Merkmal unserer Zeit geworden und wirft einen Schatten auf die globale Wirtschaftslandschaft. Die Störungen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben – sei es in den internationalen Beziehungen, in den Lieferketten oder auf den Energiemärkten – erinnern uns daran, wie vernetzt und dennoch verletzlich wir sind. Damit ist der Ruf nach Resilienz zu einem zentralen Thema unserer Zeit geworden. Für Länder und Regionen ist der Aufbau von Resilienz nicht nur klug, sondern von wesentlicher Bedeutung. Die Stärkung unserer Fähigkeit, uns an Schocks und Störungen anzupassen, ist ein notwendiger Schritt zum Schutz unserer Volkswirtschaften und Gesellschaften. Echte Resilienz entsteht jedoch nicht isoliert. Deshalb ist es genauso wichtig – wenn nicht sogar noch wichtiger –, einen offenen und konstruktiven Dialog aufrechtzuerhalten. Ein solcher Dialog fördert das gegenseitige Verständnis, baut Spannungen ab und ebnet den Weg für gemeinsame Lösungen. Dieser Geist der Zusammenarbeit ist besonders wichtig, wenn es um den Handel geht. Der Freihandel ist ein zentraler Motor des Wirtschaftswachstums und damit ein Eckpfeiler des globalen Wohlstands. Ohne Freihandel müssen alle Seiten verlieren. Damit der Handel florieren kann, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens brauchen wir offene Märkte, die den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr ermöglichen. Die Verfügbarkeit ausländischer Vorleistungen ermöglicht es uns, die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung zu nutzen. Resiliente Lieferketten reduzieren dadurch Schwachstellen und sichern zukünftiges Wachstum. Eine potenzielle Störungsquelle liegt im Ungleichgewicht zwischen Angebots- und Nachfragedynamik. Bei integrierten Märkten haben inländische Maßnahmen Spillover-Effekte auf andere Länder und wirken sich auf die globalen Ergebnisse aus. In diesem Zusammenhang haben alle Länder sowohl eine Verantwortung als auch ein natürliches Interesse daran, die Auswirkungen ihrer Politik auf Handelsungleichgewichte zu bewerten und zu beurteilen, wie politische Anpassungen eine wohlhabendere globale Handelsarchitektur fördern. Zweitens müssen wir für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen, die durch einen fairen und regelbasierten Wettbewerb gekennzeichnet sind. Indem wir in diesem Rahmen zusammenarbeiten, fördern wir den Freihandel auf die wirksamste Art und Weise und fördern komparative Vorteile. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, unsere multilateralen Rahmenwerke aufzubauen und zu verbessern. Sie sind von entscheidender Bedeutung, um unsere Volkswirtschaften auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen – mit Vorteilen für das globale System. Klimawandel – eine gemeinsame Verantwortung Lassen Sie mich zum Klimawandel kommen, einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Sowohl China als auch Deutschland sind entschlossen, das Klima zu schützen. China hat sich als weltweit führender Anbieter sauberer Technologien etabliert und ist ein starkes Beispiel für Innovation und Nachhaltigkeit. Deutschland ist ein führender Innovator bei Netto-Null-Technologien und ein Global Player in seiner Produktion. Ein Beispiel sind Anlagen zur Wasserstoffproduktion. Die Auswirkungen des Klimawandels sind weitreichend und gefährden nicht nur den wirtschaftlichen Wohlstand, sondern auch Menschenleben und die Ökosysteme, die uns ernähren. Die Beweise sind überall um uns herum: Extreme Wetterereignisse – wie Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände – werden immer kostspieliger. Klimarisikomanagement ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern ein integraler Bestandteil des Aufbaus wirtschaftlicher und finanzieller Widerstandsfähigkeit. Gestörte Lieferketten, gefährdete Ernährungssicherheit und enorme Wiederherstellungskosten stellen eine erhebliche Belastung für öffentliche und private Ressourcen dar. Um es klar auszudrücken: Die wirtschaftlichen Kosten der Klima-Untätigkeit sind viel zu hoch. Der Klimawandel stellt bereits kurzfristig eine große Risikoquelle für das globale Wachstum dar. Zum Beispiel, das BIP Aufgrund extremer Wetterereignisse könnten die Verluste in Europa 5 %, in Asien 6 % und in Afrika bis zu 12,5 % erreichen. Dies sind in Kürze Erkenntnisse aus aktuellen kurzfristigen Szenarien, die vom Netzwerk für die Ökologisierung des Finanzsystems entwickelt wurden NGFS. Der NGFS – dessen Vorsitz mir die Ehre zuteil wird – ist ein Paradebeispiel für effektive Zusammenarbeit. Was mit nur acht Gründungsmitgliedern begann – darunter die People’s Bank of China und die Deutsche Bundesbank – hat sich mittlerweile zu einer globalen Koalition von 148 Mitgliedern entwickelt, die von 23 Beobachtern unterstützt wird. Das zeigt das NGFS ist eine Koalition aus Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden, die die Kraft der Zusammenarbeit unter Beweis stellt. Demografische Herausforderungen – die Zukunft gestalten Die dritte wichtige Verbindung zwischen China und Deutschland ist die Demografie. Beide Länder stehen vor großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung. Die Zahl der Rentner steigt, während die Erwerbsbevölkerung stagniert oder sogar schrumpft. Der demografische Wandel bringt vielfältige wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Dazu gehören steigende Rentenansprüche, steigende Gesundheitskosten und die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen an eine alternde Erwerbsbevölkerung anzupassen. Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind tiefgreifend. Eine rasch alternde Bevölkerung wirkt sich negativ auf Produktivität und Wirtschaftswachstum aus. Gleichzeitig erhöht sich dadurch der Druck auf die Rentensysteme. Building Bridges – Dialogue in a Changing World Brucken-bauen-–-Dialog-in-einer-sich-verandernden-Welt-Uberprufung.png

Brücken bauen – Dialog in einer sich verändernden Welt Überprüfung bei Lieferung. Willkommen Meine Damen und Herren, Es ist mir eine große Ehre und ein Privileg, heute hier zu Ihnen zu sprechen. Seit unserem Treffen im letzten Jahr hat die Welt Entwicklungen erlebt, die ich in diesem Ausmaß nicht erwartet hätte. Wir alle sind uns der vielfältigen Herausforderungen bewusst, denen wir gegenüberstehen. Zunehmende Unsicherheit und tektonische Veränderungen haben die globale Landschaft verändert und wirken sich auf die Weltwirtschaft aus. Sowohl China als auch Deutschland stehen vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. China verzeichnet im Vergleich zu seinem historisch schnellen Wirtschaftsaufschwung ein moderates Wachstum, während sich Deutschland in einer Phase der Stagnation befindet. Angesichts dieser Entwicklungen möchte ich drei zentrale Themen hervorheben, die unsere Länder gemeinsam haben und die wir gemeinsam angehen könnten: – geopolitische und geoökonomische Dynamik, – die drängenden Folgen des Klimawandels, – und tiefgreifende demografische Veränderungen. Dabei handelt es sich nicht um isolierte Probleme – es handelt sich um globale Herausforderungen, die eine kollektive Antwort erfordern. Geopolitische Veränderungen – Resilienz durch Kooperation Das geopolitische Umfeld wird immer komplexer und herausfordernder. Unsicherheit ist zu einem prägenden Merkmal unserer Zeit geworden und wirft einen Schatten auf die globale Wirtschaftslandschaft. Die Störungen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben – sei es in den internationalen Beziehungen, in den Lieferketten oder auf den Energiemärkten – erinnern uns daran, wie vernetzt und dennoch verletzlich wir sind. Damit ist der Ruf nach Resilienz zu einem zentralen Thema unserer Zeit geworden. Für Länder und Regionen ist der Aufbau von Resilienz nicht nur klug, sondern von wesentlicher Bedeutung. Die Stärkung unserer Fähigkeit, uns an Schocks und Störungen anzupassen, ist ein notwendiger Schritt zum Schutz unserer Volkswirtschaften und Gesellschaften. Echte Resilienz entsteht jedoch nicht isoliert. Deshalb ist es genauso wichtig – wenn nicht sogar noch wichtiger –, einen offenen und konstruktiven Dialog aufrechtzuerhalten. Ein solcher Dialog fördert das gegenseitige Verständnis, baut Spannungen ab und ebnet den Weg für gemeinsame Lösungen. Dieser Geist der Zusammenarbeit ist besonders wichtig, wenn es um den Handel geht. Der Freihandel ist ein zentraler Motor des Wirtschaftswachstums und damit ein Eckpfeiler des globalen Wohlstands. Ohne Freihandel müssen alle Seiten verlieren. Damit der Handel florieren kann, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens brauchen wir offene Märkte, die den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr ermöglichen. Die Verfügbarkeit ausländischer Vorleistungen ermöglicht es uns, die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung zu nutzen. Resiliente Lieferketten reduzieren dadurch Schwachstellen und sichern zukünftiges Wachstum. Eine potenzielle Störungsquelle liegt im Ungleichgewicht zwischen Angebots- und Nachfragedynamik. Bei integrierten Märkten haben inländische Maßnahmen Spillover-Effekte auf andere Länder und wirken sich auf die globalen Ergebnisse aus. In diesem Zusammenhang haben alle Länder sowohl eine Verantwortung als auch ein natürliches Interesse daran, die Auswirkungen ihrer Politik auf Handelsungleichgewichte zu bewerten und zu beurteilen, wie politische Anpassungen eine wohlhabendere globale Handelsarchitektur fördern. Zweitens müssen wir für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen, die durch einen fairen und regelbasierten Wettbewerb gekennzeichnet sind. Indem wir in diesem Rahmen zusammenarbeiten, fördern wir den Freihandel auf die wirksamste Art und Weise und fördern komparative Vorteile. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, unsere multilateralen Rahmenwerke aufzubauen und zu verbessern. Sie sind von entscheidender Bedeutung, um unsere Volkswirtschaften auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen – mit Vorteilen für das globale System. Klimawandel – eine gemeinsame Verantwortung Lassen Sie mich zum Klimawandel kommen, einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Sowohl China als auch Deutschland sind entschlossen, das Klima zu schützen. China hat sich als weltweit führender Anbieter sauberer Technologien etabliert und ist ein starkes Beispiel für Innovation und Nachhaltigkeit. Deutschland ist ein führender Innovator bei Netto-Null-Technologien und ein Global Player in seiner Produktion. Ein Beispiel sind Anlagen zur Wasserstoffproduktion. Die Auswirkungen des Klimawandels sind weitreichend und gefährden nicht nur den wirtschaftlichen Wohlstand, sondern auch Menschenleben und die Ökosysteme, die uns ernähren. Die Beweise sind überall um uns herum: Extreme Wetterereignisse – wie Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände – werden immer kostspieliger. Klimarisikomanagement ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern ein integraler Bestandteil des Aufbaus wirtschaftlicher und finanzieller Widerstandsfähigkeit. Gestörte Lieferketten, gefährdete Ernährungssicherheit und enorme Wiederherstellungskosten stellen eine erhebliche Belastung für öffentliche und private Ressourcen dar. Um es klar auszudrücken: Die wirtschaftlichen Kosten der Klima-Untätigkeit sind viel zu hoch. Der Klimawandel stellt bereits kurzfristig eine große Risikoquelle für das globale Wachstum dar. Zum Beispiel, das BIP Aufgrund extremer Wetterereignisse könnten die Verluste in Europa 5 %, in Asien 6 % und in Afrika bis zu 12,5 % erreichen. Dies sind in Kürze Erkenntnisse aus aktuellen kurzfristigen Szenarien, die vom Netzwerk für die Ökologisierung des Finanzsystems entwickelt wurden NGFS. Der NGFS – dessen Vorsitz mir die Ehre zuteil wird – ist ein Paradebeispiel für effektive Zusammenarbeit. Was mit nur acht Gründungsmitgliedern begann – darunter die People’s Bank of China und die Deutsche Bundesbank – hat sich mittlerweile zu einer globalen Koalition von 148 Mitgliedern entwickelt, die von 23 Beobachtern unterstützt wird. Das zeigt das NGFS ist eine Koalition aus Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden, die die Kraft der Zusammenarbeit unter Beweis stellt. Demografische Herausforderungen – die Zukunft gestalten Die dritte wichtige Verbindung zwischen China und Deutschland ist die Demografie. Beide Länder stehen vor großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung. Die Zahl der Rentner steigt, während die Erwerbsbevölkerung stagniert oder sogar schrumpft. Der demografische Wandel bringt vielfältige wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Dazu gehören steigende Rentenansprüche, steigende Gesundheitskosten und die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen an eine alternde Erwerbsbevölkerung anzupassen. Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind tiefgreifend. Eine rasch alternde Bevölkerung wirkt sich negativ auf Produktivität und Wirtschaftswachstum aus. Gleichzeitig erhöht sich dadurch der Druck auf die Rentensysteme. Building Bridges – Dialogue in a Changing World

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Angesichts dieser Entwicklungen möchte ich drei zentrale Themen hervorheben, die unsere Länder gemeinsam haben und die wir gemeinsam angehen könnten: – geopolitische und geoökonomische Dynamik, – die drängenden Folgen des Klimawandels, – und tiefgreifende demografische Veränderungen. Dabei handelt es sich nicht um isolierte Probleme – es handelt sich um globale Herausforderungen, die eine kollektive Antwort erfordern. Geopolitische Veränderungen – Resilienz durch Kooperation Das geopolitische Umfeld wird immer komplexer und herausfordernder. Unsicherheit ist zu einem prägenden Merkmal unserer Zeit geworden und wirft einen Schatten auf die globale Wirtschaftslandschaft. Die Störungen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben – sei es in den internationalen Beziehungen, in den Lieferketten oder auf den Energiemärkten – erinnern uns daran, wie vernetzt und dennoch verletzlich wir sind. Damit ist der Ruf nach Resilienz zu einem zentralen Thema unserer Zeit geworden. Für Länder und Regionen ist der Aufbau von Resilienz nicht nur klug, sondern von wesentlicher Bedeutung. Die Stärkung unserer Fähigkeit, uns an Schocks und Störungen anzupassen, ist ein notwendiger Schritt zum Schutz unserer Volkswirtschaften und Gesellschaften. Echte Resilienz entsteht jedoch nicht isoliert. Deshalb ist es genauso wichtig – wenn nicht sogar noch wichtiger –, einen offenen und konstruktiven Dialog aufrechtzuerhalten. Ein solcher Dialog fördert das gegenseitige Verständnis, baut Spannungen ab und ebnet den Weg für gemeinsame Lösungen. Dieser Geist der Zusammenarbeit ist besonders wichtig, wenn es um den Handel geht. Der Freihandel ist ein zentraler Motor des Wirtschaftswachstums und damit ein Eckpfeiler des globalen Wohlstands. Ohne Freihandel müssen alle Seiten verlieren. Damit der Handel florieren kann, müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens brauchen wir offene Märkte, die den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr ermöglichen. Die Verfügbarkeit ausländischer Vorleistungen ermöglicht es uns, die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung zu nutzen. Resiliente Lieferketten reduzieren dadurch Schwachstellen und sichern zukünftiges Wachstum. Eine potenzielle Störungsquelle liegt im Ungleichgewicht zwischen Angebots- und Nachfragedynamik. Bei integrierten Märkten haben inländische Maßnahmen Spillover-Effekte auf andere Länder und wirken sich auf die globalen Ergebnisse aus. In diesem Zusammenhang haben alle Länder sowohl eine Verantwortung als auch ein natürliches Interesse daran, die Auswirkungen ihrer Politik auf Handelsungleichgewichte zu bewerten und zu beurteilen, wie politische Anpassungen eine wohlhabendere globale Handelsarchitektur fördern. Zweitens müssen wir für gleiche Wettbewerbsbedingungen sorgen, die durch einen fairen und regelbasierten Wettbewerb gekennzeichnet sind. Indem wir in diesem Rahmen zusammenarbeiten, fördern wir den Freihandel auf die wirksamste Art und Weise und fördern komparative Vorteile. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, unsere multilateralen Rahmenwerke aufzubauen und zu verbessern. Sie sind von entscheidender Bedeutung, um unsere Volkswirtschaften auf einen nachhaltigeren Weg zu bringen – mit Vorteilen für das globale System. Klimawandel – eine gemeinsame Verantwortung Lassen Sie mich zum Klimawandel kommen, einer der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Sowohl China als auch Deutschland sind entschlossen, das Klima zu schützen. China hat sich als weltweit führender Anbieter sauberer Technologien etabliert und ist ein starkes Beispiel für Innovation und Nachhaltigkeit. Deutschland ist ein führender Innovator bei Netto-Null-Technologien und ein Global Player in seiner Produktion. Ein Beispiel sind Anlagen zur Wasserstoffproduktion. Die Auswirkungen des Klimawandels sind weitreichend und gefährden nicht nur den wirtschaftlichen Wohlstand, sondern auch Menschenleben und die Ökosysteme, die uns ernähren. Die Beweise sind überall um uns herum: Extreme Wetterereignisse – wie Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände – werden immer kostspieliger. Klimarisikomanagement ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern ein integraler Bestandteil des Aufbaus wirtschaftlicher und finanzieller Widerstandsfähigkeit. Gestörte Lieferketten, gefährdete Ernährungssicherheit und enorme Wiederherstellungskosten stellen eine erhebliche Belastung für öffentliche und private Ressourcen dar. Um es klar auszudrücken: Die wirtschaftlichen Kosten der Klima-Untätigkeit sind viel zu hoch. Der Klimawandel stellt bereits kurzfristig eine große Risikoquelle für das globale Wachstum dar. Zum Beispiel, das BIP Aufgrund extremer Wetterereignisse könnten die Verluste in Europa 5 %, in Asien 6 % und in Afrika bis zu 12,5 % erreichen. Dies sind in Kürze Erkenntnisse aus aktuellen kurzfristigen Szenarien, die vom Netzwerk für die Ökologisierung des Finanzsystems entwickelt wurden NGFS. Der NGFS – dessen Vorsitz mir die Ehre zuteil wird – ist ein Paradebeispiel für effektive Zusammenarbeit. Was mit nur acht Gründungsmitgliedern begann – darunter die People’s Bank of China und die Deutsche Bundesbank – hat sich mittlerweile zu einer globalen Koalition von 148 Mitgliedern entwickelt, die von 23 Beobachtern unterstützt wird. Das zeigt das NGFS ist eine Koalition aus Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden, die die Kraft der Zusammenarbeit unter Beweis stellt. Demografische Herausforderungen – die Zukunft gestalten Die dritte wichtige Verbindung zwischen China und Deutschland ist die Demografie. Beide Länder stehen vor großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung. Die Zahl der Rentner steigt, während die Erwerbsbevölkerung stagniert oder sogar schrumpft. Der demografische Wandel bringt vielfältige wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Dazu gehören steigende Rentenansprüche, steigende Gesundheitskosten und die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen an eine alternde Erwerbsbevölkerung anzupassen. Die Auswirkungen dieser Veränderungen sind tiefgreifend. Eine rasch alternde Bevölkerung wirkt sich negativ auf Produktivität und Wirtschaftswachstum aus. Gleichzeitig erhöht sich dadurch der Druck auf die Rentensysteme. Building Bridges – Dialogue in a Changing World