Die Deutsche Bundesbank und 19 nationale Zentralbanken des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) sowie die Europäische Zentralbank (EZB) haben heute gemeinsam Phase III des „Programms zur Stärkung der Kapazitäten der Zentralbanken im Westbalkan“ gestartet. Das Ziel dieses Programms ist es, die institutionellen Kapazitäten der beteiligten Zentralbanken zu stärken, insbesondere durch die Verbesserung ihrer Analyse- und Politikinstrumente sowie die Umsetzung internationaler und europäischer Standards in nationale Praktiken. Von diesem Programm werden die Bank von Albanien, die Zentralbank von Bosnien und Herzegowina, die Bankenagenturen der Föderation Bosnien und Herzegowina sowie der Republika Srpska, die Zentralbank der Republik Kosovo, die Zentralbank Montenegros, die Nationalbank der Republik Nordmazedonien und die Nationalbank Serbiens profitieren. Die Europäische Union (EU) hat aus ihrem Instrument für Heranführungshilfe 3 Millionen Euro für dieses Programm bereitgestellt.
Die Auftaktveranstaltung dieses neuen Programms fand heute in der Bank von Italien unter Anwesenheit der stellvertretenden Gouverneurin Chiara Scotti statt. Die Europäische Kommission wurde durch Giulio Venneri, stellvertretender Leiter des Referats für Erweiterungsstrategie und -koordinierung, Generaldirektion Erweiterung und östliche Nachbarschaft, vertreten. Die Bundesbank betonte in ihrer Rolle als Projektleiterin die Bedeutung nachhaltiger Ergebnisse und den Aufbau von Beziehungen, um die Zentralbanken des Westbalkans auf ihre Integration in das Europäische System der Zentralbanken vorzubereiten.
In den nächsten 36 Monaten werden die Bundesbank und ihre Partner-Zentralbanken gemeinsam ein intensives regionales Schulungsprogramm zu wichtigen Zentralbank- und Aufsichtsthemen organisieren. Dabei wird der Fokus auf neuen Entwicklungen in den Bereichen Geldwäschebekämpfung, Terrorismusfinanzierung, Cyberrisiken, Datenwissenschaft, digitale Transformation, Innovation und künstliche Intelligenz in Zentralbanken liegen. Darüber hinaus sind hochrangige Treffen zu Themen wie der Unabhängigkeit der Zentralbanken und neuen Entwicklungen bei Zahlungssystemen geplant. Das neue Programm wird neben regionalen Schulungsveranstaltungen auch spezifische bilaterale Maßnahmen unterstützen.
Die Umsetzung dieses Programms erfolgt in Zusammenarbeit mit der Nationalen Bank van België/Banque Nationale de Belgique, der Belgischen Nationalbank, der Bank von Griechenland, der Bank von Spanien, der Nationalbank von België, der Nationalbank von Italien, der Banque centrale du Luxembourg, der Magyar Nemzeti Bank, der De Nederlandsche Bank, der Oesterreichischen Nationalbank, der Narodowy Bank Polski, der Banco de Portugal, der Nationalbank von Rumänien, der Banka Slovenije, der Národná banka Slovenska und der Sveriges Riksbank. Die Europäische Zentralbank wird ebenfalls zur Umsetzung dieses Projekts beitragen.
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