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Stabil und stark in turbulenten Zeiten – Die Reaktionen Europas auf globale Herausforderungen Wir treffen uns am Vorabend des Europatags des Europarats. Dies wird gefolgt vom Europatag der Europäischen Union am 9. Mai, an dem der Jahrestag der Schuman-Erklärung gefeiert wird. Dies markiert den Beginn einer neuen Ära des friedlichen Zusammenwirkens in Europa und legte somit die Grundlagen für die heutige Europäische Union. Beide Tage erinnern an die europäische Integration und sind eine Erinnerung an Meilensteine in der Schaffung eines Europas, das aus der Erfahrung der Geschichte gelernt hat. Angesichts der Veränderungen in der Welt, in der Rivalitäten wachsen und das geopolitische Klima raue ist, ist es wichtig, die Errungenschaften der europäischen Integration zu wahren. Frieden, Freiheit und Wohlstand sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern Erfolge, die wir gemeinsam in Europa erreicht haben und gemeinsam bewahren müssen. Europa muss stabil genug und stark genug sein, um mit der neuen globalen Situation umzugehen. In meiner Rede werde ich mich auf die Aspekte konzentrieren, die auch für uns als Zentralbank relevant sind. Es wird um den Binnenmarkt gehen und wie dieser Europa noch stärker machen kann. Meiner Meinung nach spielen die Spar- und Investitionsunion sowie der digitale Euro dabei eine wichtige Rolle. Aber als Zentralbanker steht natürlich die Preisstabilität an erster Stelle. Lassen Sie uns daher mit einem Blick auf Inflation und Geldpolitik im Euroraum beginnen. Bis vor kurzem erzeugte dieser Teil meiner Reden eher Langeweile: Die Inflation pendelte um die 2% Marke und der Ausblick versprach dasselbe. Kurz gesagt, in der Eurozone herrschte Preisstabilität. Die Geldpolitik hatte ihr Ziel erreicht. Diese Langeweile konnte ich gut ertragen. Aber dann begann der Krieg im Iran und veränderte die Situation. Die wirtschaftlichen Folgen werden uns wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigen. Auf dem Weltmarkt stiegen die Öl- und Gaspreise dramatisch an, und die Preise schwanken immer noch weit über den Vorkriegslevels. Dies hat einen doppelten negativen Einfluss: Es dämpft die wirtschaftliche Aktivität und heizt die Inflation an. In den Verbraucherpreisen spüren wir die höheren Rohölpreise aus erster Hand durch Treibstoff und Heizöl. Deshalb ist die Inflationsrate im Euroraum im März stark angestiegen, zunächst auf 2,6% und laut ersten Schätzungen auf 3,0% im April. Dies ist die höchste Rate seit September 2023. Gleichzeitig sehen wir weltweit, dass Störungen auf den Energiemärkten die Liefer- und Wertschöpfungsketten beeinträchtigen. Energieintensive Produkte werden ebenfalls teurer und knapper. Und mit steigenden Preisen für verschiedene Brennstoffe steigen auch die Transportkosten. Die Geldpolitik kann den abrupten Anstieg der Energiepreise nicht verhindern. Sie kann die Schifffahrtsrouten nicht freihalten oder die Produktions- und Hafenanlagen nicht reparieren. Die Geldpolitik kann jedoch beeinflussen, wie sich die Inflation mittel- bis langfristig entwickeln wird. Es gibt derzeit noch viele Unsicherheiten in dieser Hinsicht. Wie lange wird die Straße von Hormus blockiert bleiben? Wie groß ist der Schaden an der Energieinfrastruktur in der Region? Wie schnell kann dies behoben werden? Wann werden die üblichen Produktionsmengen wieder erreicht? Wann werden sich die gestörten Lieferketten normalisieren? Wann werden die Öl- und Gaspreise wieder deutlich fallen und auf welches Niveau? Eines ist klar: Je länger der Konflikt andauert, desto größer ist das Risiko, dass die Inflation hoch bleibt, wenn die Geldpolitikbehörden nicht handeln. Deshalb betrachten wir zwei Faktoren sehr genau. Erstens, wie stark fließen die hohen Energiepreise in Verbraucherpreise und Lohnverhandlungen ein? Und inwieweit verstärken sich anschließend inländische Preis- und Lohndrücke gegenseitig? Zweitens, mit welcher Inflationsrate rechnen Finanzmarktexperten, aber auch Unternehmen und Haushalte mittel- bis langfristig? Beide Faktoren sind wichtig für den zukünftigen Pfad der Inflation. Und die Geldpolitik kann auf beide Einfluss nehmen. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sahen wir, wie ein Anstieg der Energiepreise zu einer breiten Inflation führte. Diese Erfahrung ist noch frisch und könnte daher beeinflussen, wie Unternehmen und Haushalte auf diesen neuen Preisschock reagieren. Und tatsächlich sehen wir, dass die Öffentlichkeit jetzt deutlich höhere Inflationserwartungen hat: Von Februar bis März stiegen die mittelfristigen Inflationserwartungen der Haushalte im Euroraum von durchschnittlich 2,5% auf 3,0%. Aber die aktuelle Situation unterscheidet sich sehr von der in 2021 und 2022. Als der Krieg Russlands gegen die Ukraine begann, war die Inflation bereits hoch und der Einlagenzinssatz negativ. Als der Krieg im Iran begann, lag die Inflation bei rund 2% und die Leitzinsen waren weitgehend neutral. Stabil und stark in turbulenten Zeiten – Europas Antworten auf globale Herausforderungen Die Ausgangslage ist heute also eine andere als damals. Vor diesem Hintergrund traf sich der EZB-Rat letzte Woche. Wir kamen zu dem Schluss, dass es derzeit sinnvoll ist, abzuwarten, um einen klareren Überblick über die Entwicklungen zu erhalten. Daher haben wir die Leitzinsen stabil gehalten. Man sollte die wachsame, abwartende Haltung des EZB-Rats nicht mit Zögerlichkeit verwechseln. Wir sind uns der Risiken für die Preisstabilität bewusst und sind jederzeit handlungsbereit. Der EZB-Rat wird im Juni zu seinem nächsten geldpolitischen Treffen zusammenkommen. Dann werden wir mehr darüber wissen, wie sich die Situation im Nahen Osten entwickelt. Wir werden auch neue Prognosen haben. Wenn die Inflationsaussichten darin nicht deutlich verbessert sind, spricht dies für eine Zinserhöhung. Der EZB-Rat hat gezeigt, dass er entschlossen handelt, wenn es nötig ist: Er hat die Leitzinsen zwischen Juli 2022 und September 2023 zehnmal erhöht und dann achtmal gesenkt. Ich erwarte, dass sich der Nebel im Juni etwas lichtet und wir klarer sehen, wohin die Reise geht. Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Inflationsrate mittelfristig wieder bei 2 % stabilisieren. Darauf basiert unsere geldpolitische Ausrichtung. Herausforderungen in volatilen Zeiten – und Europas Antworten Aber egal wie wichtig eine angemessene geldpolitische Reaktion auf akute Preisschocks ist, sie ist nur ein Teil der Antwort auf die aktuellen Herausforderungen. In einer Welt anhaltender Unsicherheit geht es nicht nur darum, auf einzelne Ereignisse zu reagieren, sondern unsere wirtschaftspolitischen Strategien insgesamt robuster und anpassungsfähiger zu gestalten. Die Aufmerksamkeit richtet sich daher zunehmend auf strukturelle Veränderungen, die der volatileren Umgebung zugrunde liegen, insbesondere auf die geoeconomische Fragmentierung. Ich möchte nun auf die Herausforderungen eingehen, die sich daraus ergeben – und wie Europa und das Eurosystem darauf reagieren können. Der Internationale Währungsfonds definiert geoeconomische Fragmentierung als eine politisch gesteuerte Umkehrung der wirtschaftlichen Integration, oft geleitet von strategischen Überlegungen. Geoeconomische Fragmentierung betrifft den Handel mit Waren und Dienstleistungen sowie Finanzströme und Migration. Als Wirtschaft, die stark in den globalen Handel und Wertschöpfungsketten integriert ist, ist Europa besonders von diesem Trend betroffen. In den letzten Jahren hat diese Fragmentierung zu schwächerem Wirtschaftswachstum und abnehmender Wettbewerbsfähigkeit beigetragen. Vor diesem Hintergrund müssen wir entschlossen handeln, um der europäischen Wirtschaft wieder mehr Schwung zu verleihen. Es geht nicht nur darum, unsere globalen Marktanteile zu sichern oder auszubauen, sondern vor allem darum, das enorme Potenzial des europäischen Binnenmarktes besser zu nutzen. Die vielzitierten Berichte von Enrico Letta und Mario Draghi fordern eine deutliche Vereinfachung der Regelungen in der Europäischen Union, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu verbessern. Das Problem besteht hier weniger in der Existenz von Regeln und Vorschriften als vielmehr in ihrem hohen Maß an Komplexität und Starrheit. In der Praxis sieht sich ein mittelständisches Unternehmen, das in der EU tätig werden möchte, häufig nicht mit einem Binnenmarkt konfrontiert, sondern vielmehr mit einem Flickenteppich aus unterschiedlichen nationalen Regeln, Berichtspflichten und Verfahren. Die Europäische Kommission hat bereits Initiativen ergriffen, um die Regulierung in der Europäischen Union zu vereinfachen und die Verwaltungskosten zu reduzieren. Im März legte die Europäische Kommission einen Gesetzesvorschlag für die Einführung eines neuen EU-weiten Regimes im Gesellschaftsrecht vor. Dies soll vor allem jungen und innovativen Unternehmen den Betrieb im EU-Binnenmarkt erleichtern und die Wachstumschancen verbessern. Dieser Vorschlag muss nun in Europa verhandelt werden. Meiner Meinung nach bietet er großes Potenzial, die Gründung und Skalierung von Unternehmen im europäischen Binnenmarkt zu erleichtern. Auch im Bereich der Finanzmarktregulierung gibt es Spielraum für Vereinfachungen – ohne dabei die Finanzstabilität zu gefährden. Der EZB-Rat hat eine hochrangige Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die sich speziell mit der Frage beschäftigt, wie die aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Euroraum effizienter und weniger komplex gestaltet werden können. Ich bin Mitglied dieser Gruppe. Allerdings müssen wir mehr tun als nur die Regulierung zu vereinfachen und die Bürokratie zu reduzieren, um der europäischen Wirtschaft mehr Schwung zu verleihen. Die Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten haben uns gezeigt, wie dringend es ist, die Abhängigkeit der EU von importierter Energie allmählich zu verringern. Hier ist es für uns in Europa entscheidend, gemeinsam daran zu arbeiten, die Versorgung mit erneuerbarer Energie auszubauen und die europäischen Energie netze besser zu verknüpfen. Weitere Bereiche, die entscheidend für den Erfolg sein werden und in denen wir weniger abhängig werden sollten, sind Verteidigung und Digitalisierung, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Diese Herausforderungen können nicht allein mit öffentlichen Mitteln bewältigt werden. Der öffentliche Sektor kann jedoch die Rahmenbedingungen verbessern, damit der private Sektor investieren, Lösungen entwickeln und auf den Markt bringen kann. Dennoch erfordert private Investitionen Finanzierung. Es gibt derzeit noch Raum, die private Finanzierung junger, innovativer Unternehmen in Europa, insbesondere bei Eigenkapitalfinanzierung, auszubauen. Insbesondere im Bereich der Eigenkapitalfinanzierung stießen diese Unternehmen in Europa bisher auf deutlich weniger Interesse bei Investoren als auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Antwort Europas auf diese Herausforderung ist die Spar- und Investitionsunion. Der europäische Binnenmarkt besteht nun seit mehr als 30 Jahren – und doch gibt es immer noch eine erhebliche wirtschaftliche Fragmentierung zwischen den Mitgliedstaaten. Der Fortschritt in Richtung Integration ist begrenzt, insbesondere auf dem europäischen Finanzmarkt. Effektiv haben wir immer noch einzelne nationale Finanzmärkte. Dies belastet die europäische Wirtschaft insgesamt und behindert vor allem die Entwicklung junger und innovativer Unternehmen, da es für sie schwierig ist, grenzüberschreitend Finanzierung zu erhalten. Wir haben viel zu gewinnen, wenn wir weiterhin vorantreiben, die Integration der europäischen Kapitalmärkte voranzutreiben. Denn Europa verfügt über hohe Ersparnisse. Stabil und stark in turbulenten Zeiten – Die Antworten Europas auf globale Herausforderungen, die dazu genutzt werden können, Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Kontinent zu stärken. Die Europäische Union hat bereits wichtige Fortschritte in Richtung einer Spar- und Investitionsunion gemacht. Einige Maßnahmen werden bereits umgesetzt. Weitere spezifische Vorschläge liegen zur Diskussion auf dem Tisch. Zum Beispiel hat der Rat der Europäischen Union kürzlich grünes Licht für eine größere Harmonisierung der Regeln für Insolvenzverfahren in der EU gegeben. Zusätzliche Schritte zur Beseitigung von Hindernissen für den grenzüberschreitenden Handel mit Wertpapieren, die Nutzung neuer Technologien wie verteilte Hauptbücher im Finanzsektor sowie eine größere Konvergenz und Zentralisierung der Aufsicht über Finanzmarktinfrastrukturen werden derzeit auf EU-Ebene diskutiert. Meiner Meinung nach ist es entscheidend, dass Europa in absehbarer Zeit weitere Fortschritte bei der Spar- und Investitionsunion macht. Die Arbeit an diesem Projekt sollte beschleunigt werden. Vor diesem Hintergrund begrüße ich das kürzliche gemeinsame Bekenntnis des Europäischen Rates, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission, bis spätestens Ende 2027 die wichtigsten Elemente für den EU-Binnenmarkt zu verabschieden. Viele wichtige Projekte – insbesondere im Bereich der Spar- und Investitionsunion – sollen sogar noch bis Ende dieses Jahres verabschiedet werden. Der digitale Euro: Ein Schlüsselprojekt für souveräne europäische Zahlungen Es gibt auch kritische Abhängigkeiten in einem Bereich, für den Zentralbanken verantwortlich sind. Meine Damen und Herren, Sie könnten von diesem Thema sogar heute Abend betroffen sein: nämlich wenn Sie eine Zahlung tätigen und nicht bar bezahlen. Der Trend zu digitalen Zahlungen verstärkt weiterhin nicht-europäische Marktführer wie Mastercard, Visa und PayPal. Dies schafft eine Abhängigkeit, die genauso riskant sein kann wie in den Bereichen Verteidigung oder künstliche Intelligenz. Dies haben bereits Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gespürt: Nach US-Sanktionen haben Banken und Zahlungsdienstleister ihre Konten und Karten gesperrt. All dies unterstreicht die Notwendigkeit zu handeln: Europa kann nicht einfach im Beifahrersitz sitzen, wenn es um Zahlungen geht. Europa muss am Steuer sitzen. Hier kommt der digitale Euro ins Spiel. Es handelt sich um ein Schlüsselprojekt zur Stärkung der Souveränität Europas im Zahlungsverkehr. Es wäre ein sicheres, allgemein akzeptiertes digitales Zahlungsmittel, basierend auf europäischer Infrastruktur und unter europäischer Kontrolle. Die Zentralbanken des Eurogebiets arbeiten gemeinsam daran. Und die Bundesbank ist Teil des Konsortiums, das das Projekt im Detail umsetzt. Der digitale Euro wäre eine zusätzliche elektronische Form von Zentralbankgeld. Der Schwerpunkt liegt hier auf «zusätzlich»: Er wird Bargeld ergänzen, nicht ersetzen. Wer bar bezahlen möchte, kann dies auch in Zukunft tun. Wenn Sie jedoch digital bezahlen möchten, werden Sie erstmals mit Geld der Zentralbank bezahlen können. Der digitale Euro wird eine digitale Zahlungslösung bieten, die in ganz Europa genutzt werden kann. Dies mag zunächst abstrakt klingen. Aber die Vorteile für die Allgemeinheit sind sehr real. Der digitale Euro soll in Unternehmen, im Online-Handel und für Zahlungen zwischen Privatpersonen funktionieren. Und er wird nahtlos im gesamten Eurogebiet funktionieren. Heute bestehen fast alle Optionen aus eigenständigen nationalen Lösungen. Metaphorisch gesprochen ist Europa ein Flickenteppich, und dieser Flickenteppich hat noch viele Lücken. Wir brauchen eine wirklich europäische digitale Zahlungsoption, die überall funktioniert. Genau diese Lücke kann der digitale Euro schließen. Er wäre nicht nur bequem. Er würde auch die Widerstandsfähigkeit erhöhen. Und diese gesteigerte Widerstandsfähigkeit betrifft nicht nur nicht-europäische Anbieter: Der digitale Euro soll auch offline funktionieren können. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass Sie auch ohne Zugang zu Strom oder Internet Zahlungen tätigen können. Dies unterstützt Strategien zur Reduzierung von Verwundbarkeiten in kritischer Infrastruktur. Mir ist bewusst, dass ein weiterer Aspekt des digitalen Euro vielen Menschen auf dem Herzen liegt: Was passiert mit meinen Daten? Der digitale Euro wurde von Anfang an mit hohen Datenschutzstandards entwickelt. Das Eurosystem wird keinen Zugriff auf persönliche Zahlungsdaten der Nutzer haben. Der Staat wird also weder sehen, was die Menschen kaufen noch wo sie einkaufen. Die geplante Offline-Funktionalität wird ein noch höheres Maß an Privatsphäre erreichen, ähnlich wie bei Bargeld. Persönliche Transaktionsdaten werden nur zwei Personen bekannt sein: dem Zahler und dem Empfänger. Und ich möchte noch betonen: Der digitale Euro richtet sich nicht gegen Banken oder private Anbieter. Öffentliche und private Lösungen können sich ergänzen. Der digitale Euro könnte eine gemeinsame europäische Infrastruktur schaffen, auf der private Zahlungsdienstleister ihre eigenen Angebote entwickeln können. Insgesamt ist der digitale Euro viel mehr als nur eine neue App oder eine neue Zahlungsmethode. Es geht um Wahlfreiheit, Datenschutz und den Zugang zu öffentlichem Geld – auch in der digitalen Umgebung. Und es geht um die Stärkung von Effizienz, Widerstandsfähigkeit und strategischer Autonomie im europäischen Zahlungsverkehr. Damit der digitale Euro Realität wird, müssen wir einen verbindlichen rechtlichen Rahmen schaffen. Hier kommen die EU-Gesetzgeber ins Spiel. Ich bin zuversichtlich, dass in rechtlicher Hinsicht bis Ende des Jahres alles besiegelt sein wird. Sobald die rechtliche Grundlage geschaffen wurde, wird der EZB-Rat eine endgültige Entscheidung darüber treffen, ob der digitale Euro tatsächlich eingeführt wird. Stabil und stark in turbulenten Zeiten – Europas Antworten auf globale Herausforderungen